Pride Month

Pride Month

Jedes Jahr am 01. Juni ist Pride Month („Stolz Monat“), ein Monat, indem weltweit LSBTQI+ Communities zusammenkommen und die Freiheit feiern, sie selbst sein zu können – oder gegen die Unfreiheit dies zu tun, protestieren. Aber woher kommt dieser Monat eigentlich?

Pride Versammlungen sind in den mühsamen Geschichten unterdrückter Gruppen verwurzelt, die seit Jahrhunderten darum kämpfen von der Gesellschaft akzeptiert zu werden und Vorurteile zu überwinden.

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Was bedeutet Pride Month?

Die Bezeichnung „Pride Month“ ist ganz bewusst gewählt: Pride heißt übersetzt Stolz und soll somit signalisieren, dass sich queere Menschen nicht dafür schämen, so zu sein, wie sie sind. Der Pride Month steht also für Selbstbewusstsein, Stolz und Toleranz und setzt ein Zeichen gegen Stigmatisierung, Ausgrenzung und zum Teil auch Kriminalisierung queerer Personen.

Woher kommt der Name und die Flagge?

Der Name „Pride“ wird Brenda Howard, einer bisexuellen New Yorker Aktivistin zugeschrieben, deren Spitzname die „Mutter von Pride“ ist. Sie organisierte den ersten Pride Umzug, um dem Jahrestag des Stonewall-Aufstandes zu gedenken.

Die Pride-Flagge wurde 1978 von dem Künstler und Designer Gilbert Baker entworfen, der von Harvey Milk – einem der ersten offen schwulen Politikern in den USA – beauftragt wurde eine Flagge für die Pride-Feiern zu entwerfen.

Baker, ein prominenter Gay Rights Aktivist, orientierte sich dabei an den Streifen der US-Amerikanischen Flagge, nutzte jedoch die Farben des Regenbogens, um die vielen verschiedenen Gruppen innerhalb der Community zu reflektieren.

Wie kam es zum Pride Month?

Am 28. Juni 1969 führte die Polizei im Stonewall Inn, einem Schwulenclub in New York, eine Razzia durch. Das führte dazu, dass Bar Gäste, Mitarbeiter und Anwohner auf die Strasse stürmten. Unter der Führung von der Schwarzen, Transsexuellen, und bisexuellen Marsha P. Johnson folgten 6 weitere Tage mit Protesten und Konflikten.

Die Demonstranten forderten Einrichtungen für die LGBTQI+ – Community, an Orten, an denen sie keine Angst vor Verhaftungen haben müssen. Die Stonewall- Unruhen werden auch als „Mutter des Stolzes“ betitelt.

Ein Jahr nach den Stonewall Unruhen, rief Brenda die Gay Pride Week und die Christopher Street Liberation Day Parade ins Leben. Daraus entwickelten sich die heutigen Paraden und Märsche.

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Wie wird der Pride Month gefeiert?

Während in beispielsweise den USA über den ganzen Juni Feierlichkeiten und Veranstaltungen stattfinden, ist in Deutschland vor allem der Christopher-Street-Day (kurz CSD) bekannt. 

In Erinnerung an die Stonewall-Aufstände werden deutschlandweit zwischen April und September knapp unter 100 lokale CSD-Events veranstaltet. Meist finden hierzu große Paraden statt, bei denen Teilnehmer:innen Fahnen und/oder Kleidung in Regenbogenfarben tragen.

Der Begriff LGBTQ+ steht übrigens für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender und Queer und soll alle Personen beschreiben, die sich nicht als cisgender und/oder heterosexuell identifizieren. Das beinhaltet auch intergeschlechtliche, asexuelle oder aromantische Personen, weshalb hier oft auch die Abkürzung “LGBTQIA+” verwendet wird. 

LGBTQ* Pride heute

2009 – 40 Jahre nach den Stonewall-Unruhen – erklärte der damalige US-Präsident Barack Obama den Juni 2009 zum Monat des Stolzes der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*personen. Ironischerweise wurde erst 2011 das Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe in New York unterzeichnet.

Auch in Deutschland dürfen heutzutage alle Menschen ihre sexuelle Identität und Geschlechts-Identität frei ausleben. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt lesbische, schwule, bisexuelle, transgender, und alle anderen queeren Menschen. Trotzdem gibt es noch immer Diskriminierungen und Anfeindungen.

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LGBTQ Glossar

Unser Glossar hilft Dir, Grundbegriffe aus der Welt der LGBTQ+ Community zu verstehen.

Queerfeindlichkeit

Queerfeindlichkeit bezeichnet die Diskriminierung von queeren Menschen. Dies zeigt sich z.B. durch Ablehnung, Wut, Intoleranz, Vorurteile, Unbehagen oder körperliche bzw. psychische Gewalt gegenüber queeren Menschen. Es kann aber auch Menschen treffen, die als queer wahrgenommen werden oder die (scheinbar) von

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Packer

Packer, Stuffer: Ein Packer ist ein realistisch aussehender Penis (teilweise mit realistisch aussehenden Hoden) meist aus Silikon, der dazu benutzt wird, einen Penis zu simulieren. Packer werden vor allem von trans Männern und Drag Kings benutzt.

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Pangender

Pangender: Eine Person, die sich als pangender beschreibt, identifiziert sich mit allen Geschlechtsidentitäten bzw. die Geschlechtsidentität ist aus vielen verschiedenen Geschlechtsidentitäten zusammengesetzt.

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Intersektionalität

Intersektionalität bedeutet, dass verschiedene gesellschaftliche Strukturen zusammenhängen, also z.B. Geschlecht, Sexualität, Herkunft, Kultur, Religion und sozialer Status. Das heißt, dass auch verschiedene Diskriminierungsformen wie z.B. Rassismus und Behindertenfeindlichkeit zusammenhängen und in diesen Zusammenhängen betrachtet werden müssen. So erleben z.B. Frauen,

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Stargender

Stargender ist eine Geschlechtsidentität, die auf die Pole ‚männlich‘ und ‚weiblich‘ vollkommen verzichtet. Daneben gibt es noch viele weitere Möglichkeiten und Begriffe, ein Geschlecht zu beschreiben, das außerhalb von Männlichkeit und Weiblichkeit existiert.

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Panromantik

Panromantisch: Panromantische Menschen fühlen sich zu Menschen aller Geschlechter romantisch hingezogen und/oder ihre romantische Anziehung basiert nicht auf dem Geschlecht des*der anderen Person.

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