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Gebt Hass, Diskriminierung und Intoleranz keine Chance

Lukas Betzler

Das homosexuelle Begehren

Das fulminante Erstlingswerk des Philosophen und LGBT-Aktivisten Guy Hocquenghem, ein Schlüssel- und Initialwerk der Queer Theory – endlich neu aufgelegt Als er 1972 »Das homosexuelle Begehren« schrieb, war Guy Hocquenghem gerade 25 Jahre alt – eine schillernde Persönlichkeit, Philosoph, Trotzkist und Schwulenaktivist. Hocquenghem fordert ein neues Denken über Geschlecht, Begehren und Sexualität, jenseits binärer Schemata und des »ödipalen Dreiecks« der psychoanalytischen Theorie.

Für ihn gibt es keine stabile (sexuelle) Identität, sondern nur ein universelles Begehren. Skeptisch gegen jede Behauptung von »Normalität« kritisiert Hocquenghem daher auch jene liberale Ideologie, die Homosexualität zwar toleriert, aber nur als von der Normalität klar abgetrenntes »Minderheiten-Phänomen«. Sein Buch ist eine radikale Kritik der gesellschaftlich fest verankerten Homophobie, zugleich aber auch ein Appell an die Bewegung, sich nicht vom liberalen Integrationsversprechen blenden zu lassen, das die Stillstellung des Begehrens in einer »homosexuellen Identität« einfordert.

Stattdessen sieht er die Rolle der homosexuellen Emanzipationsbewegungen darin, mit ihrer eigenen Befreiung auch die der Sexualität aller zu erkämpfen. Für die soziologische Debatte in Frankreich ist Hocquenghems Werk wegweisend – so sind die Schriften Didier Eribons wie auch Michel Foucaults Hauptwerk »Histoire de la sexualité« stark von ihm geprägt. Diese Neuauflage schließt eine Lücke im deutschsprachigen Diskurs.

Das homosexuelle Begehren
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Unser Glossar hilft Dir, Grundbegriffe aus der Welt der LGBTQ+ Community zu verstehen.

Spectraromantik

Eine spectraromantische Person fühlt sich zu Personen romantisch und emotional hingezogen, die auf einem geschlechtlichen Spektrum liegen, also beispielsweise Frauen und nichtbinäre Personen.

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MTM

Die Abkürzung MTM steht für ‚male to male‘, also ‚männlich zu männlich‘ und wird unter anderem von trans Männern verwendet, die die Annahme ablehnen, dass sie jemals weiblich waren.

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Gray-

auch: Grey-. Aus dem Englischen: “grau”, bedeutet in diesem Kontext aber “wenig”. Gray- wird als Vorsilbe vor allem bei A_sexualität (gray-sexual oder gray-asexual) benutzt, aber auch bei A_romantik und für Geschlechtsidentitäten. Es steht für den Graubereich, bzw. das Spektrum. Gray-Asexualität

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Geschlechtspräsentation

Die Geschlechtspräsentation ist die Darstellung des eigenen Geschlechts nach außen, z.B. durch Kleidung, Gestik oder Verhalten. In der westlichen Gesellschaft wird Geschlechtspräsentation entweder als männlich oder weiblich wahrgenommen. Davon abweichende Geschlechtspräsentationen, zum Beispiel androgyne Geschlechtspräsentation, lösen leider oft Verwirrung oder

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Demisexualität

Eine demisexuelle Person fühlt erst sexuelle Anziehung zu einer Person, nachdem sie zu dieser eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut hat.

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Transmaskulinität

Transmännlichkeit, Transmaskulinität: bezeichnet Menschen, die bei ihrer Geburt nicht dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurden, die sich aber als männlich oder teilweise männlich identifizieren.

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